IG Metall Darmstadt
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23.09.2020, 14:09 Uhr

„Opel braucht vollstufige Fertigung in Rüsselsheim“

IG Metall begrüßt Allokation eines weiteren Modells in Rüsselsheim, fordert aber weitergehende Planungen

  • 02.06.2020
  • Aktuelles, Betriebe / Tarif

Die IG Metall Mitte begrüßt die Planungen zur Allokation eines weiteren Modells in Rüsselsheim ausdrücklich. Dies betonen Jörg Köhlinger, Leiter des Bezirks Mitte und Rudolf Luz, der für die IG Metall Mitglied im Aufsichtsrat der Opel Automobile GmbH ist, am heutigen Vormittag. „Wir haben immer wieder betont, dass ein weiteres Modell nach Rüsselsheim kommen muss, um den Standort auszulasten“, so Jörg Köhlinger.

Kritik üben die Gewerkschafter gleichzeitig daran, dass PSA offenbar plant, die Getriebefertigung in Rüsselsheim im Laufe des Jahres 2021 zu schließen. „Die Ankündigung über eine Presseerklärung ist mindestens einmal schlechter Stil und verunsichert die betroffenen Beschäftigten zutiefst. Das können wir nicht akzeptieren“, kritisiert Rudolf Luz. Auf der Basis der zwischen IG Metall und Opel abgeschlossenen Tarifverträge müssten nun ergebnisoffene Verhandlungen zwischen Betriebsrat und Arbeitgeberseite aufgenommen werden. Dabei geht es auch um Optionen für die Fortführung der Getriebefertigung. Rudolf Luz: „Wir werden uns dafür stark machen, dass Rüsselsheim nicht zum reinen Montagewerk wird, sondern weiterhin Standort einer vollstufigen Automobilproduktion und –Entwicklung bleibt.“

 Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Uwe Baum: „Opel hat uns weder im Rahmen der Einigungsstelle über seine Schließungspläne informiert, geschweige denn einen Interessenausgleich zu diesem Thema vorgelegt. Insgesamt muss die Schließungsabsicht im Zusammenhang mit dem massiven Abbau anderer Facharbeitsplätze in den Bereichen Prototypenbau, Werkzeugbau, Teilelager, Design- und ITEZ-Werkstätten gesehen werden.“ Der Gesamtbetriebsrat fordert daher, die Gespräche zum Erhalt der Facharbeitsstellen bei Opel in der Einigungsstelle wiederaufzunehmen.

 Noch einmal Jörg Köhlinger: „Die Arbeitsplätze bei Opel in Eisenach, Kaiserslautern und in Rüsselsheim sind tarifvertraglich gesichert, betriebsbedingte Kündigungen können nicht ausgesprochen werden.“

Frankfurt am Main/Rüsselsheim, 02.06.2020 Nr. 26/2020

 

 

 

 

 

 

 


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