IG Metall Darmstadt: Transformation gelingt nur mit Verantwortung – Wir kämpfen auf allen Ebenen um sichere Industriearbeitsplätze
Darmstadt/Dieburg, 10. März 2026. Gemeinsames industriepolitisches Leitbild vorgestellt: Region setzt starkes Zeichen für sozial gestaltete Transformation
Das heute unterzeichnete industrie- und wirtschaftspolitischen Leitbild „Die Region des Möglichmachens“ ist ein wichtiges Signal: Gewerkschaften, Kommunen und Arbeitgeber bekennen sich gemeinsam dazu, den tiefgreifenden Wandel der Industrie aktiv zu gestalten und nicht dem Zufall zu überlassen. Der DGB Südhessen, der Unternehmerverband Südhessen, die Wissenschaftsstadt Darmstadt und der Landkreis Darmstadt‑Dieburg zeigen, dass eine koordinierte, verantwortungsvolle Industriepolitik für die Zukunft der Region unverzichtbar ist.
Für die IG Metall steht im Zentrum: Eine starke industrielle Basis, gesicherte und gute Arbeitsplätze sowie eine verlässliche Zusammenarbeit aller wirtschaftlichen und politischen Akteure im Sinne und im Interesse der Menschen in Südhessen. Wirtschaftliche Transformation muss mit sozialem Fortschritt verbunden sein. Für die kommenden Jahre bietet das Leitbild eine verbindliche Orientierung für Politik, Verwaltung, Arbeitgeber und Gewerkschaften – mit dem klaren Anspruch, Südhessen zu einem innovativen, sozial gerechten und ökologisch nachhaltigen Industriestandort weiterzuentwickeln.
Für die IG Metall steht fest: Die kommenden Jahre entscheiden darüber, ob Wertschöpfung, Innovation und Beschäftigung in der Region gehalten werden können.
Daniel Bremm, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Darmstadt, betont:
„Wir reden nicht nur über Transformation – wir müssen sie konsequent umsetzen. Entscheidend ist, dass alle Beteiligten Verantwortung übernehmen: Unternehmen, Politik und wir als Gewerkschaften. Industriearbeitsplätze zu sichern ist kein Selbstzweck. Sie sind die Grundlage für eine starke Region, für soziale Stabilität und für eine erfolgreiche wirtschaftliche Zukunft.“
Auch der 2. Bevollmächtigte Tom Kehrbaum – der zusammen mit Jens Liedtke, dem Regionsgeschäftsführer des DGB in Südhessen der Redaktionsgruppe angehörte - unterstreicht die Bedeutung eines gemeinsamen, verbindlichen Handelns:
„Transformation kann nur gelingen, wenn man sie nicht verwaltet, sondern gestaltet. Wir brauchen klare Maßnahmen, echte Beteiligung der Beschäftigten und auch eine mutige Haltung gegenüber Arbeitgebern, die keine soziale Verantwortung zeigen. Wer regionale Entwicklung will, muss Industrie erhalten – und zwar mit guter Arbeit, Mitbestimmung und Qualifizierung.“
Michael Meisterburg, Betriebsratsvorsitzender bei BorgWarner BTC und Ortsvorstandsmitglied der IG Metall Darmstadt ergänzt:
„Das gemeinsame industriepolitische Leitbild setzt ein starkes Zeichen für eine zukunftsfähige Wirtschaftsregion. Gerade die duale Ausbildung bleibt dafür ein unverzichtbares Fundament: Sie verbindet Praxis und Theorie, eröffnet echte Aufstiegschancen und schafft durch ihre Durchlässigkeit individuelle Bildungswege. Ebenso wichtig ist die enge Verzahnung von Wissenschaft und kleinen wie mittleren Unternehmen. Sie stärkt die Innovationskraft, beschleunigt den Wissenstransfer und macht Südhessen langfristig widerstandsfähig und zukunftsfähig.“
Ercan Kaya, Betriebsratsvorsitzender bei Donges SteelTec und ebenfalls Ortsvorstandsmitglied der IG Metall Darmstadt, unterstreicht die Bedeutung einer starken regionalen Industrie:
„Gerade im Brücken- und Infrastrukturbau zeigt sich, wie sehr die Zukunft dieser Region von den Unternehmen und Beschäftigten abhängt, die hier seit Jahrzehnten Wert schaffen. Transformation gelingt nur, wenn wir unsere Stärken vor Ort nutzen – mit guten Arbeitsbedingungen, fairen Tarifverträgen und Betrieben, die Verantwortung für Menschen und Region übernehmen. Wer Südhessen weiterentwickeln will, muss auf die Kompetenz der hier ansässigen Belegschaften setzen. Sie sind das Rückgrat einer verlässlichen, innovativen und nachhaltig gestalteten industriellen Zukunft.“