Interessenausgleich und Sozialplan bei Rowenta steht

  • 08.12.2021
  • Aktuelles

Die Verhandlungen zu einem Interessenausgleich und einen Sozialplan bei Rowenta sind beendet. Der Betriebsrat hat die Vereinbarungen bereits unterschrieben.

Im März 2021 haben die Mitarbeiter*innen in einer Informationsveranstaltung des Arbeitgebers mitgeteilt bekommen, dass die Rowenta Werke GmbH die Bügeleisenproduktion zum 30. Juni 2022 einstellen wird. Daraufhin startete der Betriebsrat mit Unterstützung der IG Metall den Prozess zur Verhandlung eines Interessenausgleichs und Sozialplans.

Leider wurde schnell klar, dass die Pläne der französichen Mutter Groupe SEB zur Schließung des Werks nicht effektiv beeinflussbar sind. Doch dem Betriebsrat ist es durch gutes Verhandeln gelungen einen sehr guten Sozialplan und Interessenausgleich abzuschließen. Somit bekommen die Beschäftigten über 60 die Möglichkeit die Zeit bis zur Rente auf 90% ihres bisherigen Einkommens abzusichern – sollten sie keinen Job mehr finden bis zum Eintritt in die Rente. Für die übrigen Beschäftigten berechnen sich die Abfindungen mit einem Faktor zwischen 1,0 und 1,15. Zuschläge zur Abfindung bekommen Kolleg*innen mit Kindern oder mit einer Schwerbehinderung.

Zusätzlich konnte der Betriebsrat erreichen, dass der Austritt aus dem Unternehmen frühestens zum 31. Juli 2022 geschieht. Im Anschluss an den Austritt können alle Beschäftigten für 1 Jahr in eine Transfergesellschaft, in der sie 90% ihres bisherigen Einkommens erhalten und die Möglichkeit haben sich für den Arbeitsmarkt weiterzubilden.