08.12.2025 | Mit einem konstruktiven Auftakt ist die IG Metall Darmstadt gestern in die erste Tarifverhandlungsrunde mit ZEISS SMT am Standort Roßdorf gestartet. Die Verhandlungskommission der IG Metall, gewählt von den Mitgliedern des Standorts Roßdorf, traf sich dabei mit dem Arbeitgeberteam von ZEISS. Die Gespräche dienten dem Abstecken zentraler Themenfelder und der Erwartungen. Die Beschäftigten in Roßdorf sind entschlossen, ihre Arbeitsbedingungen künftig tariflich abzusichern. Innerhalb kürzester Zeit hatten sich Kolleginnen und Kollegen organisiert und die IG Metall beauftragt, den Arbeitgeber zu Tarifverhandlungen aufzufordern.
„Der heutige Auftakt zeigt, wie viel Kraft und Zusammenhalt in dieser Belegschaft steckt, dass wir in relativ kurzer Zeit so weit gekommen sind“, betonte Martin Sperber-Tertsunen, Verhandlungsführer der IG Metall Darmstadt. „Die Beschäftigten wollen klare Perspektiven: transparente Entgeltstrukturen, verlässliche Regelungen und eine gerechte Anerkennung ihrer hochkomplexen Arbeit in einem der innovativsten Industriezweige Deutschlands. Wir gehen diesen Weg mit voller Entschlossenheit gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen.“
ZEISS SMT Roßdorf gilt als einer der strategisch bedeutendsten Forschungs- und Entwicklungsstandorte im globalen ZEISS-Konzern. Hier entstehen Schlüsseltechnologien für die Halbleiterindustrie - ein Sektor, der für die industrielle Zukunft Deutschlands und Europas von zentraler Bedeutung ist.
„ZEISS SMT lebt von hochqualifizierten, hochengagierten Beschäftigten, die täglich an Technologien arbeiten, die weltweit Maßstäbe setzen“, erklärte Daniel Bremm, Geschäftsführer der IG Metall Darmstadt. „Diese Menschen verdienen tariflich abgesicherte Bedingungen, die ihrer Verantwortung, ihrer Expertise und ihrem Beitrag zur Wertschöpfung gerecht werden. Die Entscheidung der Belegschaft, sich zu organisieren und Tarifbindung einzufordern, ist ein starkes Zeichen - für den Standort, die Region und die gesamte Halbleiterbranche.“
Das bezirkliche Verhandlungsmandat wird durch Martin Sperber-Tertsunen und Anusch Cascorbi ausgeführt, die gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Belegschaft Teil der fünfköpfigen Verhandlungskommission sind. Gemeinsam wird diese Kommission die weiteren Verhandlungen vorbereiten und die Anliegen der Beschäftigten konsequent in den Prozess einbringen. Die nächste Verhandlung findet Anfang Februar 2026 statt.