Warnstreiks bei Continental in Babenhausen

  • 08.12.2020
  • Aktuelles

Am 4. Dezember fanden am Werk in Babenhausen zwei Warnstreiks statt. Beim ersten Warnstreik war die Nachtschicht von 5 bis 6 Uhr aufgerufen ihre Arbeit niederzulegen. Dem Aufruf folgte die gesamte Produktion, sodass das Werk still stand. Auch dem zweiten Warnstreikaufruf von 13 bis 15 Uhr folgten so viele Beschäftigte, dass das Werk still stand.

© Bart Achilles

Am 4. Dezember fanden am Werk in Babenhausen zwei Warnstreiks statt. Beim ersten Warnstreik war die Nachtschicht von 5 bis 6 Uhr aufgerufen ihre Arbeit niederzulegen. Dem Aufruf folgte die gesamte Produktion, sodass das Werk still stand. Auch dem zweiten Warnstreikaufruf von 13 bis 15 Uhr folgten so viele Beschäftigte, dass das Werk still stand. Dieses Mal war die Früh-, Spät und Nachtschicht, sowie alle in Gleitzeit und im Homeoffice arbeitenden Beschäftigten zum Streik aufgerufen. Insgesamt folgten etwa 1.000 Beschäftigte den beiden Aufrufen.

Die IG Metall wehrt sich gemeinsam mit dem Betriebsrat am Standort in Babenhausen gegen die Abbaupläne des Konzerns, die eine Schließung des babenhäuser Werkes bis 2025 vorsehen. Dem Streik sind am 3. Dezember Verhandlungen zu einem Sozialtarifvertrag vorangegangen. Laut Daniel Bremm, 2. Bevollmächtigter der IG Metall in Darmstadt, wurde der Gewerkschaft bei diesen Gesprächen kein verhandlungsfähiges Angebot unterbreitet. Die Gewerkschaft fordert für ihre Mitglieder, die von der Werkschließung betroffen sein werden eine tarifliche Mindestabfindung von 25.000 € plus 2,5 Bruttomonatsentgelte pro Beschäftigungsjahr. Zusätzlich sollen Sonderregelungen bei sozialen Härten bestehen und eine Transfermaßnahme soll das Eintreten in die Arbeitslosigkeit der Beschäftigten um 1 Jahr nach hinten verschieben.

Das Continental-Management reagierte auf die Warnstreiks damit, dass es den Beschäftigten der IG Metall den Zutritt zum Werksgelände verweigerte. Der Betriebsrat wertet das als eine Behinderung der Betriebsratsarbeit, die gemäß Betriebsverfassungsgesetz strafrechtlich geahndet werden kann.